Translator-Scammers: alles nur Fälschung

14.05.2019

Wir bei Techlinguist, wie auch viele Übersetzungsbüros und Agenturen in Deutschland und bestimmt in der ganzen Welt, bekommen täglich mehrere Bewerbungsschreiben von freiberuflichen Übersetzern. Zum großen Teil (bei uns liegt diese Zahl bei ca. 95%, genauer haben wir nicht gezählt) stammen sie aber von gefälschten Personen. Solche Personen zu erkennen ist ganz einfach.

Achtung: Falsche Übersetzer

Das funktioniert so: jemand, selbst möglich ein Übersetzer, eher noch ganz unbekannt oder ein Neuling in der Fachwelt, klaut aus dem Internet Daten eines mehr bekannten Kollegen, in erster Linie seine Biographie und seine Referenzen und wirbt damit bei möglichen Auftraggebern. Was er dabei verwendet, ist wichtig. Das sind die ersten Anzeichen für die Fälschung: die E-Mail-Adressen.

Leider werden viele kostenlosen E-Mail-Dienste wie Outlook, Yahoo oder Google missbraucht. Diese drei Dienste insbesondere gehören dazu. Deswegen muss man als Auftraggeber bei Adressen wie abc@outlook.com, abc@yahoo.com oder abc@google.com zuerst aufpassen. Außerdem verraten den Betrüger dabei oft die Zahlen im Namen der E-Mail-Adressen wie dirkmustermann2468@... oder annamusterfrau3425@...

Prüfen Sie lieber bei translator-scammer

Wir haben schon längst gelernt, bei Verdacht auf dieser Website (translator-scammers.com) nachzuschlagen. Das ist keine Werbung. Das ist nur ein Schutz für alle anständigen Übersetzer und für die Auftraggeber.

Man findet dabei ganz lustige Geschichten. Manche Kollegen sind so unaufmerksam, dass sie nicht mal den Lebenslauf einer beklauten Person lesen.

Man erkennt solche Leute schon beim Lesen des Anschreibens. Oft stimmen Adressen und Telefonnummern nicht (z.B. die Adresse ist in Russland, die Telefonnummer hat aber eine Landesvorwahl für die Ukraine), oder die Postleitzahl einer Berliner Adresse heißt 956877 oder ein Belgier (!) übersetzt aus dem Japanischen ins Russische usw.

Oder ein Mann Alexej XXX behauptet im angehängten Lebenslauf, welchen er nicht mal gelesen hatte, er sei "die Mutter von zwei Söhnen".

Alles sind die Auszüge aus den Bewerbungsschreiben, die unser Übersetzungsbüro bekommen hat, solche Schreiben kommen täglich.

Sind Sie ein Auftraggeber für Übersetzungsaufträge, lesen Sie solche Bewerbungen aufmerksam. Scheint es Ihnen etwas verdächtig zu sein, prüfen Sie die Echtheit der Person, heutzutage ist es dank Internet ein Kinderspiel.

Im Zweifelsfall wenden Sie sich lieber an bekannte Personen oder Agenturen. So sparen Sie sich viel Ärger.



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